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Verantwortungsvolles Spielen

Geltungsbereich dieser Hinweise

Wer die folgenden Regeln missachtet, gefährdet nicht nur sein eigenes Vermögen, sondern riskiert auch, dass sich soziale Beziehungen, berufliche Verpflichtungen und die eigene psychische Gesundheit dauerhaft verschlechtern, bevor die Anzeichen überhaupt ernst genommen werden. Diese Hinweise gelten für alle Besucher dieser Website, die Glücksspielangebote von Lex nutzen, unabhängig davon, ob sie sich erst informieren oder bereits aktiv spielen. Sie beschreiben den Umgang, den diese Plattform von ihren Nutzern erwartet, und benennen die Grenzen, die einzuhalten sind.

Glücksspiel ist eine freiwillige Freizeitbeschäftigung. Ein verantwortungsvoller Umgang setzt voraus, dass die Entscheidung zu spielen bewusst getroffen wird und nicht unter Druck erfolgt.

Grundsätze verantwortungsvollen Spielens

Verantwortungsvolles Spielen bedeutet, dass Glücksspiel als Unterhaltungsangebot verstanden wird und nicht als Einkommensquelle. Wer erwartet, mit Einsätzen regelmäßig Gewinne zu erzielen oder finanzielle Engpässe zu beheben, verkennt den Charakter des Spiels. Glücksspiel ist kein Weg, um Geld zu verdienen, und es eignet sich nicht zur Lösung von Zahlungsproblemen. Jeder Einsatz ist mit dem Risiko des vollständigen Verlusts verbunden, und die Wahrscheinlichkeit, auf Dauer mehr zurückzugewinnen als eingesetzt wurde, ist gering. Wer finanzielle Schwierigkeiten hat, sollte diese nicht durch weitere Einsätze zu beheben versuchen, sondern außerhalb des Spiels nach Lösungen suchen.

Spielen sollte nur in einem Zustand erfolgen, der eine klare Entscheidungsfindung erlaubt. Wer müde ist, emotional aufgewühlt oder unter dem Einfluss von Alkohol steht, überschätzt häufig seine Kontrolle und trifft Einsätze, die er im nüchternen Zustand ablehnen würde. In solchen Phasen ist es ratsam, das Spielen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Auch wer sich einsam fühlt oder Langeweile mit Einsätzen überbrücken will, sollte sich fragen, ob das Spiel hier wirklich die richtige Antwort ist.

Anzeichen problematischen Verhaltens

Die folgenden Anzeichen können darauf hindeuten, dass der Umgang mit Glücksspiel problematisch geworden ist. Wer mehrere dieser Punkte auf sich zutreffen sieht, sollte sein Verhalten überdenken und Unterstützung suchen.

  • Das Glücksspiel beschäftigt Sie gedanklich über längere Zeit, auch wenn Sie nicht spielen.
  • Sie verschieben andere Verpflichtungen, um spielen zu können.
  • Sie fühlen sich unruhig oder gereizt, wenn Sie nicht spielen.
  • Sie leihen sich Geld oder greifen auf Rücklagen zurück, um Einsätze zu finanzieren.
  • Sie spielen weiter, obwohl das Spiel bereits Probleme in Ihrem Leben verursacht hat.

Wer eines dieser Anzeichen bei sich bemerkt, sollte das Spielen unverzüglich unterbrechen und die Situation nüchtern bewerten. Je früher eine Einschränkung erfolgt, desto einfacher ist es, die Kontrolle zurückzugewinnen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, Hilfe in Anspruch zu nehmen; es ist ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein.

Selbstausschluss in der Praxis

Der Selbstausschluss ist eine Maßnahme, mit der eine Person sich selbst für einen bestimmten Zeitraum vom Glücksspiel ausschließt. In der Praxis bedeutet das, dass der Zugang zum Spielkonto gesperrt wird und während dieser Zeit keine Einsätze möglich sind. Die Dauer des Ausschlusses kann die spielende Person selbst wählen. Ein Selbstausschluss löscht jedoch keine bereits entstandenen Verluste und hebt keine offenen Verpflichtungen auf. Er verhindert nicht, dass frühere Gewinne oder Verluste weiterhin in der Buchhaltung des Anbieters erscheinen. Was er bewirkt, ist eine verbindliche Pause, die es ermöglicht, Abstand zu gewinnen und das eigene Verhalten zu überdenken. Wer den Ausschluss beendet, sollte dies bewusst tun und nicht aus einem spontanen Impuls heraus.

Zeitliche und finanzielle Kontrolle

Pausen, Einsatzgrenzen und bewusste Unterbrechungen können helfen, das eigene Verhalten besser zu steuern. Wer merkt, dass Spielzeiten oder Ausgaben steigen, sollte eine Auszeit einplanen und das eigene Verhalten überprüfen. Kurze Unterbrechungen, auch wenn sie nur wenige Minuten dauern, können impulsive Entscheidungen verhindern und ermöglichen eine nüchterne Einschätzung des eigenen Spielverhaltens. Diese Pausen sollten nicht als lästige Unterbrechung empfunden werden, sondern als notwendiges Werkzeug der Selbstkontrolle.

Regeln für einen kontrollierten Umgang

Die folgenden Regeln sind als Leitfaden gedacht, um das Spielen in einem gesunden Rahmen zu halten. Sie ersetzen keine persönliche Beratung, bieten aber eine Orientierung für den Alltag.

  • Nutzen Sie nur frei verfügbares Geld, das Sie nicht für Miete, Lebensmittel oder andere feste Ausgaben benötigen.
  • Behalten Sie Ihre Ausgaben im Blick und notieren Sie sich, was Sie eingesetzt haben.
  • Planen Sie spiel­freie Tage ein und halten Sie diese konsequent ein.
  • Vermeiden Sie spontane Nachzahlungen, wenn Sie bereits verloren haben. Der Versuch, Verluste sofort zurückzugewinnen, führt in der Regel zu höheren Verlusten.
  • Brechen Sie das Spiel ab, wenn es nicht mehr entspannt bleibt. Sobald Sie Anspannung oder Ärger spüren, ist der richtige Zeitpunkt zum Aufhören gekommen.

Entscheidungen bewusst treffen

Glücksspiele sind mit Zufall verbunden. Deshalb ist es wichtig, Entscheidungen nicht impulsiv zu treffen, sondern vorab Regeln für Einsatz, Dauer und Häufigkeit festzulegen. Diese Regeln sollten schriftlich festgehalten werden, damit sie nicht im Eifer des Gefechts vergessen gehen. Wer sich vor dem Spielen festlegt, wie viel Zeit und Geld er maximal aufwenden will, hat eine verbindliche Grenze, an der er sich orientieren kann. Diese Grenze sollte niemals überschritten werden, auch nicht bei vermeintlich guten Gewinnchancen.

Hilfsangebote in Österreich

In Österreich stehen mehrere seriöse Stellen zur Verfügung, die Information, Beratung oder weiterführende Hilfe anbieten. Diese Stellen sind unabhängig vom Glücksspielanbieter und unterliegen der Schweigepflicht. Wer zum ersten Mal Kontakt aufnimmt, sollte wissen, dass das Gespräch vertraulich ist und keine Verpflichtung entsteht. Die Beratung beginnt in der Regel mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und bietet danach konkrete Schritte an. Es ist nicht erforderlich, bereits eine Diagnose zu haben, um Hilfe zu suchen. Auch wer unsicher ist, ob sein Verhalten problematisch ist, kann sich an diese Stellen wenden.

BMF – Spielerschutz und Hilfsangebote – Offizielle Informationen zu Risiken, Selbsttests und Unterstützungsangeboten. Schuldenberatung – Beratungsstellen – Standorte der staatlich anerkannten Schuldenberatungen in Österreich. Sozialministerium – Informationen zu Spielsucht – Öffentliche Gesundheitsinformationen zum Thema pathologisches Glücksspiel.

Kinder und Jugendliche schützen

Minderjährige dürfen keinen Zugang zu Glücksspielen haben. Erwachsene sollten darauf achten, dass Konten, Zahlungsdaten und Geräte nicht von Kindern oder Jugendlichen genutzt werden können. Dazu gehört, dass Zugangsdaten nicht für Kinder zugänglich aufbewahrt werden und dass die Nutzung von Geräten in Gegenwart von Minderjährigen nicht dazu führt, dass diese die Bedienung erlernen. Passwörter sollten regelmäßig geändert werden, falls der Verdacht besteht, dass ein Minderjähriger sie kennt. Die Verantwortung für die Einhaltung dieser Schutzmaßnahmen liegt bei den Erwachsenen, die Zugang zu den Geräten haben.

Abschließende Hinweise

Ein sicherer Umgang mit Glücksspiel setzt Information, Selbstbeobachtung und klare Regeln voraus. Hilfe sollte frühzeitig in Anspruch genommen werden, wenn Belastungen entstehen. Wer frühzeitig reagiert, vermeidet in der Regel schwerwiegendere Folgen. Diese Hinweise sollen dazu beitragen, dass das Spielen eine Unterhaltung bleibt und nicht zu einer Belastung wird.